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Gesetzliche Krankenversicherung FAQ - Häufig gestellte Fragen
Versicherte können erstmals ihre Krankenkasse nach erweiterten Leistungen und besserem Service auszuwählen, und immer mehr gesetzlich Krankenversicherte machen von ihrem Recht aktiv Gebrauch. Stiftung Warentest stellte in seiner Juni Ausgabe durch eine Online-Befragung fest, dass Anfang des Jahres bereits zwei Drittel der rund 1000 Befragten angaben, sie hätten bereits mehrmals die Gesellschaft gewechselt - drei Viertel würden es jeder Zeit wieder tun. Doch wie suche ich mir gezielt die passende gesetzliche Krankenversicherung aus? Bieten sie nicht alle den gleichen Standard?
Alle Gesundheitsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen werden seit Jahresanfang aus einem großen Topf bezahlt: dem Gesundheitsfonds. In ihn zahlen alle gesetzlich Krankenversicherten sowie die Arbeitgeber ein. Der Beitragssatz zum 1. Juli auf 14,9 Prozent des monatlichen Einkommens gesenkt worden. Davon tragen die gesetzlich Krankenversicherten 0,9 Prozent, den restlichen Betrag teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Zusätzlich fließen Steuergelder in den Fonds. Wie viel welche Krankenkassen aus diesem Topf bekommt, ist davon abhängig wie gesund und alt die Versicherten sind. So soll sichergestellt werden, dass die Mittel nach Bedarf gerecht verteilt werden.
Wodurch unterscheiden sich die gesetzlichen Krankenversicherungen, da sie doch die gleichen Standards bieten?
Von den Basisleitungen unterscheiden sich die verschiedenen Gesellschaften nicht: Sie bezahlen notwendige medizinische Behandlungen. Dennoch gibt es Unterschiede, die durchaus eine gezielte Auswahl lohnenswert machen. Bietet die Versicherung mir Extras durch Bonusprogramme? Krankenkassen dürfen Mitgliedern Prämien zahlen, wenn so gut mit ihren Mitteln haushalten. Schaffen sie dies nicht, müssen sie einen Zusatzbeitrag erheben. Dieser darf höchstens ein Prozent vom Bruttoeinkommen betragen. Schauen Sie, welche Leistungen die gesetzliche Krankenversicherung zusätzlich anbietet. Nur selten wirbt etwa eine Kasse mit Mehrleistungen bei häuslicher Krankenpflege. Kein Wunder: Zu viele ältere und kranke Kunden erschweren das Wirtschaften mit den verfügbaren Mitteln. Bei der Auswahl können auch andere Kriterien eine Rolle spielen: Ist es mir etwa wichtig einen Ansprechpartner vor Ort zu haben?
Lohnen sich Wahltarife mit Selbstbehalt oder Beitragsrückzahlungen?
Die GKP stellt Mitgliedern eine Prämie in Aussicht, wenn sie ein Jahr lang keine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen. Bis zu einen Monatsbeitrag inklusive Arbeitgeberanteil darf sie so dem Versicherten auszahlen. Beim Wahltarif mit Beitragsrückzahlung geht der Versicherte kein Risiko ein. Er verpflichtet sich für ein Jahr keine Leistungen in Anspruch zu nehmen, Vorsorgeuntersuchungen ausgenommen. Dafür erhält er eine Prämie.
Beim Selbstbehalttarif gibt es allerdings ein finanzielles Risiko. Der Versicherte erklärt sich gegen Prämien-Zahlung bereit, bis zu einen bestimmten Betrag Behandlungskosten selbst zu tragen. Sollte er dabei allerdings unerwartet krank werden, zahlt er.
Wann darf ich meine Versicherung wechseln?
Versicherte dürfen nicht nur die Kasse wechseln, wenn sie Zusatzbeiträge zahlen müssen. Sie haben generell freie Kassenwahl. Um die Krankenkasse zu wechseln, muss der Versicherte jedoch mindestens 18 Monate bei ihr Mitglied gewesen sein. Er sollte unbedingt berücksichtigen, dass die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende beträgt.
Lohnt sich der Wechsel in den Basistarif einer privaten Krankenversicherung?
Freiwillig gesetzlich Versicherte können seit diesem Jahr in den Basistarif einer privaten Krankenversicherung wechseln. Jedoch sollte der Wechsel in jedem Falle gut überlegt sein. Der Versicherte sollte bei seiner Entscheidung auch künftige Veränderungen seiner Lebensumstände bedenken. Für junge Alleinstehende und Singles, die gut verdienen, kann der Basistarif bedeutend günstiger ausfallen als die Zahlung in den gesetzlichen Gesundheitsfonds. Der Nachteil: Angehörige können im Basistarif nicht ohne Kosten mitversichert werden. Das kann zum Beispiel bei einer Familiengründung teuer werden.















