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Checkliste zum Wechsel in eine private Krankenversicherung


Damit der Kassenwechsel ohne Probleme gelingt, sollte der Versicherte einige Punkte nicht aus dem Auge verlieren:

  • Überlegen Sie sich, weshalb Sie mit Ihrem derzeitigen Versicherer unzufrieden sind. So wissen Sie genau, was Ihnen bei der neuen Krankenversicherung besonders wichtig ist und können bei der Suche besonders darauf achten.
  • Entscheidend sollte allerdings auch sein, ob Ihre Anfragen sofort beantwortet werden und ob der Versicherer gut zu erreichen ist. Falls Sie eine Betreuung vor Ort wünschen, sollten Sie nach einer Krankenkasse Ausschau halten, die bei Ihnen in der Nähe eine Niederlassungsstelle hat.
  • Überprüfen Sie, ob Sie wechseln können: Ihnen steht der Weg zu einem anderen Versicherer erst frei, wenn Sie mindestens 18. Monate beim derzeitigen Versicherer Mitglied sind.
  • Beachten Sie, dass Sie in aller Regel nur zum Jahresende kündigen können und Sie eine Kündigungsfrist von drei Monaten haben. Das heißt, dass Sie spätestens gegen Ende September, die Kündigung an Ihren Versicherer schicken.
  • Falls Sie Arbeitnehmer sind und zu einer privaten Krankenversicherung wechseln möchten, müssen Sie mit Ihrem Einkommen die Pflichtversicherungsgrenze bereits drei Jahre in Folge erreicht haben. Das heißt, Sie müssen derzeitig ein Brutto-Jahreseinkommen von mindestens 49.950 Euro haben.  Falls Sie freiberuflich Arbeiten oder selbstständig sind, stehen Ihnen einkommensunabhängig alle privaten Krankenversicherungen offen.
  • Rechnen Sie im Vorfeld aus, was Sie die Krankenversicherung im Monat höchstens kosten darf. Es wäre ärgerlich erst einen teuren Komforttarif abzuschließen und dann nach einem halben Jahr zu merken, dass Sie sich den Tarif gar nicht leisten können.
  • Gerade beim Basistarif lohnt sich der Vergleich: Der Tarif unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter, denn der Gesetzgeber hat lediglich vorgegeben, dass er den gesetzlichen Beitrag an der Beitragsbemessungsgrenze nicht überschreiten darf. Der Basistarif kann somit auch günstiger sein als der gesetzliche Höchsttarif.
  • Nutzen Sie unseren Tarifrechner, um sich einen Überblick über die günstigsten privaten Krankenversicherungen zu verschaffen und lassen Sie sich persönliche Angebote machen. Über unser Webportal werden Sie unkompliziert auf die Webseiten der Anbieter weitergeleitet und können online Ihre Versicherungsanfrage stellen.
  • Fragen Sie beim Versicherer nach besonderen Tarifen, die für Sie infrage kommen können, zum Beispiel spezielle Kinder-, Rentner- oder Akademikertarife.
  • Inwiefern können Sie Altersrücklagen mitnehmen, die Sie sich bereits beim aktuellen Versicherer angespart haben. Berechnen Sie genau, wie hoch der Verlust ist, den Sie hier erleiden. Altersrücklagen zu verschenken ist teuer, deshalb lohnt sich bei älteren Beitragszahlern ein Wechsel in der Regel nicht.
  • Achten Sie darauf, ab welchem Alter Anträge nur noch unter besonderen Bedingungen angenommen werden.
  • Informieren Sie sich in welchem Zeitraum Sie Arztrechnungen bei Ihrer Versicherung einreichen müssen.
  • Bestehen Wartezeiten beim Übertritt von der GKV zur PKV?
  • Welche ambulanten Leistungen sind Ihnen wichtig? Welche alternativen Heilmethoden können Sie nutzen? Möchten Sie Sehhilfen und Heilmittel unbegrenzt erstattet bekommen?
  • Können Sie, falls Sie unerwartet Ihre Arbeit verlieren, eine beitragsfreie Ruhensvereinbarung mit Ihrem Versicherer vereinbaren?
  • Auf welche Leistungen gibt es Selbstbehalt?
  • Erstattet die Versicherung Zahnbehandlungen, Zahnersatz und Kieferorthopädie zu 100 Prozent?
  • Soweit Sie freiberuflich tätig sind, sollten Sie in Erwägung ziehen, ob Sie ein Krankengeld vereinbaren. So können Sie sich auch einen längeren Klinikaufenthalt leisten, auch wenn Ihre Einkünfte wegbrechen.