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Rente nach Sparplan – Alternativen für Riester und Co.


Staatlich geförderte Rentenversicherungen haben zwar Vorteile: Für Riester Verträge kann der Versicherte 154 Euro im Jahr als Zulage geschenkt bekommen und muss in der Ansparphase die Beiträge und Gewinne nicht versteuern; auch Rürup Sparer können sich über steuerliche Vorteile freuen. Mancher Sparer wünscht sich jedoch mehr Freiheiten beim Sparen. Denn bei Riester oder Rürup kann er sich am Ende der Laufzeit das Ersparte nicht einfach auszahlen lassen, sondern muss das ersparte Kapital als lebenslange monatliche Rente beziehen. Riester Sparer können sich nur höchstens 30 Prozent des Kapitals auszahlen lassen, ohne gleich die ganze Förderung zu verlieren.

Riester und Rürup ermöglichen, allein durch die staatlichen Zuschüsse, hohe Renditen, allerdings verzichten die Sparer dafür auf die Möglichkeit, über ihre Mittel frei zu verfügen. Diejenigen, die nicht auf Freiheiten verzichten möchten, und bereit sind, sich aktiv mit ihrer Altersvorsorge immer mal wieder zu beschäftigen, können auch ohne staatliche Förderung rentabel und sicher sparen, und zwar mit Banksparplänen und Fondssparplänen. Zwar sind insbesondere die Fondssparpläne stets einem hohen Kursrisiko unterworfen, doch können jüngere Sparer von ihnen profitieren. Denn es gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher darf der Aktienfondsanteil sein. Denn jüngere haben mehr Zeit günstige Marktentwicklungen abzuwarten, und dass die Kurse über mehrere Jahre sich schlecht entwickeln ist recht unwahrscheinlich. Eine Altersvorsorge sollte allerdings überwiegend auf einer sicheren Anlageform beruhen, am besten auf Banksparplänen. Sie bieten ein hohes Maß Sicherheit, da sie das Kapital stets zu einem bestimmten Zinssatz angelegen. Hier muss der Geldanleger auch nicht viel beachten: Er kann sich ganz nach der attraktivsten Verzinsung orientieren. Bei Banksparplänen sollte der Rentensparer jedoch stets darauf achten, dass er sein Erspartes nicht an einen Vertrag mit übermäßig langer Laufzeit bindet, sondern für nicht mehr als vier bis fünf Jahre anlegt. So kann er nämlich stets flexibel auf Zinserhöhungen reagieren. Um den Banksparplan muss sich der Kunde soweit nicht kümmern, anders ist es mit den Fondssparplänen. Diejenigen, die das Aktiengeschäft nicht überblicken, können am besten einen Teil des Vermögens in Indexfonds anlegen. Da viele Banken jedoch keine Indexfonds anbieten, kommen sie für viele Bankkunden nicht in Frage. Sie können alternativ zu Sparplänen zurückgreifen, die auf gemanagte Fonds aufbauen. Soweit die Fonds gut gemanagt sind, können sie schnell Indexfonds schlagen. Allerdings muss der Sparer sie stets im Auge behalten, denn auch der geschickteste Fondsmanager gibt keine Renditegarantie. Gemanagte Fonds gibt es am günstigen über Fondsvermittler im Internet; sie erheben keine Ausgabeaufschläge wie viele Banken, die in der Regel fünf Prozent Aufschlag verlangen. Stiftung Warentest empfiehlt hier dem Verbraucher Sparpläne mit vor allem breit streuende Aktienfonds, in möglichst mehreren Fonds zu sparen, soweit es keine börsengehandelten Indexfonds sind.

Auch private Sparer können staatliche Zuschüsse nutzen und gleichzeitig flexibel bleiben, in dem sie zum Beispiel einen Riester Banksparplan mit  einem ungeförderten Fondssparplan kombinieren. Die Riester Zulagen garantieren einerseits eine feste Rendite, andererseits sind durch die Fonds noch weitaus höhere Gewinne zu holen. Arbeitnehmer können sich mit einem geringen Risiko an den Aktienmärkten mit VL-Sparplänen beteiligen. Sie haben in vielen Betrieben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL), monatlichen Zuschüssen vom Arbeitgeber, die in einen monatlichen Fondssparplan investiert werden.